Klimaschutz
Jede menschliche und wirtschaftliche Tätigkeit ist ausnahmslos mit
CO 2 -Emissionen verbunden. CO 2 (Kohlendioxid) entsteht insbesondere
bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen. Es gilt als sogenanntes Treibhausgas. Treibhausgase
spielen in der Energiebilanz der Erde eine wichtige Rolle. Sie verhindern ein Auskühlen der Erde. Aber die Treib-
hausgase, vor allem das CO 2 , haben durch die Industrialisierung der letzten 150 Jahre stark zugenommen.
Die Atmosphäre heizt sich dadurch stetig auf. Der beginnende Klimawandel wird bereits mit verantwortlich für die
häufiger werdenden Stürme, Überschwemmungen und das Abschmelzen von Gletschern gemacht.

Die Klimaschutzpolitik
Beim Weltklimagipfel 1992 in Rio wurden erste Schritte in Richtung Klimavorsorge beschritten. In der Folgekonferenz
1997 in Kyoto wurden rechtsverbindliche Zusagen zur CO 2 -Begrenzung formuliert. Die Industriestaaten sollen bis 2012
die klimaschädlichen Gase um insgesamt 5 Prozent senken. Die EU verpflichtete sich zu einer Senkung um 8 Prozent.
Deutschland hat im Rahmen der EU-Lastenteilung zum Kyoto-Protokoll zugesagt, die CO 2 -Emissionen um 21 Prozent
zu vermindern. Es gilt, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur bei einem Niveau zu stabilisieren, das nicht
höher als 2 Grad Celsius über dem der vorindustriellen Zeit liegt. Die Risiken des Klimawandels wären dann noch in
gewissen Grenzen zu halten.

Druckindustrie und Klimaschutz
Jede handwerkliche oder industrielle Tätigkeit ist CO 2 -relevant. Dies trifft auch bei Druck- und Medienunternehmen
gleichermaßen zu. Sei es durch den Einsatz von Energie oder die Verwendung von Materialien, der wiederum
durch Abbau der Rohstoffe, Verarbeitung und Distribution der Materialien CO 2 -Emissionen zuzuordnen sind.
Auch die maschinellen Einrichtungen von Druckereiunternehmen können nur unter klimarelevanten Emissionen
entwickelt, gebaut, installiert etc. werden. Selbst die Mitarbeiter, die morgens mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder
mit eigenem Pkw zur Arbeit kommen, verursachen durch den Arbeitsweg unvermeidbare, produktionsbedingte
Emissionsbelastungen. Klimaschutz geht daher alle an und nicht nur die Betriebe, die dem EU-Emissionshandel
unterliegen.

Das Klimaschutzmodell der Druck- und Medienverbände
Das von den Druck- und Medienverbänden für die Mitgliedsbetriebe entwickelte Klimaschutzmodell umfasst drei
Stufen: Bewusstsein schaffen für die mit Drucktätigkeiten verbundenen klimawirksamen Gase und nachhaltige
Verankerung des Klimaschutzes in den Betrieben. Analyse des betrieblichen Ressourcen- und Energieeinsatzes
und Verbesserung der Energieeffizienz. Freiwillige Kompensation technisch nicht oder nur unverhältnismäßig
vermeidbarer CO 2 -Emissionen durch Erwerb anerkannter, hochwertiger Emissionsminderungszertifikate.